Film

SYNOPSIS
LKW-Fahrer Martin (Clemens Schick) steht kurz vor der Kündigung. Selbst außerhalb der gesetzlichen Lenkzeiten ist es ihm kaum noch möglich, seine Ladungen fristgerecht abzuliefern. Martin ist am Ende, doch er braucht diesen Job. Widerwillig lässt sich Spediteur Roland (Andreas Hoppe) zu einer letzten Bewährungstour überreden.
Bei einem Zwischenstopp wird Martin von der jungen Osteuropäerin Ramona (Annika Blendl) gebeten, sie ein Stück mitzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt weiß Martin noch nicht, dass Ramona von ihrem Zuhälter (Bernd Michael Lade) verfolgt wird.
TRANSIT erzählt die Odyssee zweier Menschen, die sich im Kosmos Autobahn täglich neu behaupten müssen. Was für andere Mobilität bedeutet, ist für sie zu einem Gefängnis geworden. So wie Martin an seinen LKW gekettet ist, kann sich auch Ramona nicht von ihrem Wohnwagen befreien. Umgeben von grauer Einöde und abgeschnitten von betonierten Lebensadern, verbinden beide doch die gleichen Ängsten und Hoffnungen.

MOTIVATION DES REGISSEURS
Nach meiner ersten Tour als Fahrer eines Sattelzuges war die Erschöpfung so groß, dass ich nicht einmal mehr schlafen konnte. Über einen Zeitraum von fünf Jahren, fuhr ich selbst mit einem LKW quer durch die Bundesrepublik, seither blicke ich anders auf den zweiten Teil einer Raststätte.

Die Autobahn ist eine Welt mit eigener Schwerkraft. Während der normale Reisende sie als Sprungbrett zwischen zwei Orten benutzt, ist sie für viele Fernfahrer zum Zuhause geworden.

Es spielt kaum eine Rolle, in welchem Teil des Landes man sich befindet, der Charakter dieser  Orte bleibt immer der gleiche.

TRANSIT soll die Wahrnehmung des Zuschauers für eine Welt sensibilisieren, an der er im wahrsten Sinne des Wortes vorbeifährt.

Philipp Leinemann